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Okt 14 2012

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Unsere erste Investorenpräsentation

Wie versprochen gibt es heute einen etwas ausführlicheren Artikel zum gestrigen Tag in Wiesbaden: Wir haben die Gründermesse des Forums Kiedrich besucht und dort die Möglichkeit gehabt, unsere Geschäftsidee vor Investoren zu präsentieren.

Bereits am Vortag waren Marco und ich am späten Nachmittag nach Wiesbaden gefahren um unser erstklassiges Ibis-Hotel aufzusuchen. Die Matratzen waren hart, die Dusche im Schrank eingebaut aber es war günstig. Nach unserem 6:0 Sieg gegen Irland ging es dann auch schon bald ins Bett und am nächsten Tag machen wir uns mehr oder weniger ausgeschlafen auf den Weg in das 10 Minuten entfernte Kongresszentrum.

Schönes Gebäude, nette Begrüßung. Zuerst gönnten wir uns einen Kaffee und kamen mit den ersten Gründern ins Gespräch. Wir waren mit Abstand die Jüngsten unter den 19 Gründerteams, was uns aber nichts ausmachte. Dann ging es auch schon zum Einführungvortrag von einem 300 Millionen schweren Wagniskapitalgeber. Bei seinen 30 Jahren Erfahrung als Investor war die Präsentation sehr interessant und gleichzeitig sparte er auch nicht an kleinen Scherzen – ein rundum gelungener Einstieg!

Und dann ging es mit den Gründerpräsentationen los: Vormittags und nachmittags präsentierten jeweils 2 Gruppen a ~5 Teams parallel ihre Ideen. 10 Minuten Präsentationszeit und 5 Minuten Diskussion. Unsere Präsentation war für den Nachmittag eingeplant. Die ersten Teams legten los. Teils spannende Ideen, die Präsentationen waren rhetorisch allesamt gut. Mich wunderte nur etwas, dass bei fast jeder 2. Präsentation nachgefragt werden musste, wie man denn Einnahmen generieren möchte. Das ist die Basis einer Geschäftsidee – wer dies in seiner Präsentation nicht erwähnt, der sollte sich über seine Prioritäten Gedanken machen. Der Kapitalbedarf der Gründer bewegte sich zwischen 100.000 und 2 Millionen Euro – wir waren damit eher an der unteren Grenze positioniert.

Nach den Präsentationen ging es dann zum Mittagessen – wir hielten uns jedoch zurück, da nun langsam die Nervosität stieg. Dann begann die zweite Präsentationsrunde. Die erste Enttäuschung: Im Raum saßen wenn überhaupt nur noch ein Drittel der Personen vom Vormittag. Davon waren viele Gründerteams und Alumni. Weniger Investoren bedeutet eine geringere Chance auf Kapital. Wir ließen uns aber nicht entmutigen.

Dann waren wir an der Reihe. War die Nervosität gerade an ihrem Höhepunkt angekommen, so war sie plötzlich wie weggeblasen als wir vor den etwa 30 Leuten standen. Wir sollten unsere Präsentation zwar auf einmal auf 5 Minuten reduzieren, machten wir aber nicht. Unser Flipchart sah wie folgt aus:

Unsere Smilies haben gleich ein paar Lacher geerntet und somit unser erstes Ziel erfüllt. Die Präsentation hat gut geklappt trotz des Klingen der Glocke wegen Zeitüberschreitung nach Hälfte der Präsentation. Rückfragen gab es relativ wenige, was wohl an der geringen Anzahl an Zuhörern auf der einen Seite und an der gut strukturierten Präsentation auf der anderen Seite lag.

Nach der Präsi gab es nochmals Kaffee und Kuchen, wir knüpften ein paar Kontakte und gaben unsere eigens bedruckten USB-Sticks aus. Nach einem weiteren spannenden Abschlussvortrag ging es dann auseinander und wir verabschiedeten uns.

Resümee der Veranstaltung: Gute Organisation abgesehen von den beiden genannten Kritikpunkten, tolle Redner, spannende Startups und einige Kontakte geknüpft. Ich finde es toll, dass Gründern solche Möglichkeiten geben werden und bedanke mich für diese Chance. Ob wir durch den gestrigen Tag Kapitalgeber finden werden wage ich zu bezweifeln, aber zumindest haben wir den einen oder anderen Kontakt herstellen können. Insbesondere die Erfahrung, die wir sammeln konnten, ist einiges Wert – für die nächste Investorenpräsentation sind wir noch besser vorbereitet!

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