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Mai 06 2012

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Krankenversicherung und Selbstständigkeit

Wer mit dem Gedanken spielt in die Selbstständigkeit zu gehen, sollte eine ausführliche Kostenaufstellung machen. Spätestens im Rahmen der Businessplankonzeption kommt man an einem detaillierten Finanzplan sowieso nicht mehr vorbei, daher sollte man sich bereits vorher mit einer zumindest grundlegenden Kostenübersicht beschäftigen. Hierzu gehören neben den regelmäßigen und unregelmäßigen betrieblichen Aufwendungen auch jegliche privaten Kosten, welche oft unterschätzt und daher unzureichend betrachtet werden. Schließlich muss man auch während seiner selbstständigen Tätigkeit irgendwie (über-)leben – dazu gehören allen Voran Lebensmittel, die Miete für die Wohnung und verschiedene Versicherungen.

Insbesondere die Krankenversicherung ist ein relevanter und leider notwendiger Kostenfaktor, den man in seiner Berechnung zwingend mit einkalkulieren muss. Doch auch hier kann man durch überlegtes Handeln und unter Beachtung einer Tipps und Tricks einige Euros einsparen. In der nachfolgenden Betrachtung wird die freiwillige Versicherung in der gesetzlichen Krankenkasse untersucht – von den privaten Krankenkassen wird hier abgesehen.

Wie kann ich mich also als Selbstständiger krankenversichern?

Bei einem Telefonat mit einem Mitarbeiter der Barmer bin ich unterschiedliche Szenarien einmal durchgegangen, bei welchen die Kosten, abhängig von der Art der Selbstständigkeit, teilweise stark voneinander abweichen können:

  • Selbstständig als Hauptgewerbe. Kosten ca. 336 Euro / Monat (Mindestbeitrag)
  • Selbstständig als Kleingewerbe. Kosten ca. 150 Euro / Monat (Mindestbeitrag)
  • Selbstständig bei Erhalt des Gründungszuschusses. Kosten ca. 220 Euro / Monat  (Mindestbeitrag)
  • Selbstständig während des Studiums. Kosten ca. 78 Euro / Monat

Auch wenn ich für die Genauigkeit der Zahlen keine Garantie übernehme – sie verschaffen zumindest einmal einen Überblick und lassen erste Überlegungen folgen.

Wer seine Selbstständigkeit als Hauptgewerbe betreibt, darf am tiefsten in die Tasche greifen. Gehört man zu den glücklichen, die einen Gründungszuschuss genehmigt erhalten, reduziert sich der Beitrag um etwa 100 Euro. Sollte man sein Gewerbe als Nebentätigkeit betreiben, so kann man den Beitragssatz sogar mehr als halbieren. Extrem günstig kommen Studenten davon, die sich nebenbei auf ihre Selbstständigkeit konzentrieren. Um nicht als vollwertiger Gewerbetreibender zu gelten, muss man zwar unter 18 Arbeitsstunden in der Woche bleiben, aber das dürfte abhängig von der Tätigkeit mehr oder weniger schwierig zu kontrollieren sein.

Welches Modell nun das beste ist, lässt sich pauschal nicht sagen – es hängt stark von den äußeren Umständen des jeweiligen Gründers ab. Wenn man jedoch als Gründer auf jeden Cent schauen muss, dann macht es auf jeden Fall Sinn, sich im Detail mit den verschiedenen Optionen auseinanderzusetzen.

Was habt ihr für Erfahrungen mit der Krankenversicherung als Selbstständiger gemacht? Kann jemand die oben genannten Werte bestätigen?

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