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Mai 07 2012

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Krankenversicherung bei Sperrzeit?

Im gestrigen Artikel wurde die Frage diskutiert, inwieweit sich ein Selbstständiger bei der gesetzlichen Krankenkasse versichern lassen kann. Hierzu noch eine kleine Ergänzung, die insbesondere für Personen interessant ist, welche die Initiative ergriffen und selbst gekündigt haben:

Bei Selbstkündigung ohne wichtigen Grund verhängt die Bundesagentur für Arbeit in der Regel eine Sperrzeit von bis zu drei Monaten. In diesem Zeitraum erhält man weder Arbeitslosengeld noch den Gründungszuschuss! Da die Versicherung bei einer Krankenkasse jedoch gesetzlich vorgeschrieben ist, werden ab dem zweiten Monat der Sperrzeit die Krankenkassenbeiträge dennoch durch das Arbeitsamt übernommen – heißt man muss sich in dieser Zeit nicht selbst versichern! Doch was passiert im ersten Monat? Hier gibt es glücklicherweise eine gesetzliche Regelung, welche dafür sorgt, dass die gesetzlichen Krankenkassen trotz fehlender Beitragszahlung für diesen einen Monat im Rahmen des sogenannten nachgehenden Leistungsanspruchs weiterhin versichern.

Übrigens: Es steht jedem frei, sich während der Übergangszeit von Kündigung bis zur Selbstständigkeit beim Arbeitsamt zu melden. Früher war ich immer fest davon überzeugt, niemals staatliche Mittel in Anspruch nehmen zu wollen. Mittlerweile sehe ich darin jedoch nicht den Missbrauch des Staats sondern die Unterstützung der Selbstständigkeit. Läuft der Laden mal, dann zahlt man dem Staat durch seine Steuern ein Vielfaches zurück…

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