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Okt 10 2012

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Gründungszuschuss – Abwarten und Tee trinken

Mittlerweile ist die Abgabe des Antrags auf Gründungszuschuss schon bald vier Wochen her. Ich rechne jeden Tag mit einem Brief im Briefkasten. Einzig die Bestätigung vom Arbeitsamt, dass ich auf Grund der Aufnahme einer Tätigkeit keine Leistungen mehr beziehe, ist relativ zügig gekommen. Damit hätten sie sich ruhig mehr Zeit lassen können.

Mittlerweile bin ich nicht mehr so optimistisch. Vor einer Woche hatte ich bei dem zentralen Telefonsupport der Agentur für Arbeit angerufen und mich nach dem aktuellen Stand erkundigt. Die nette Dame meinte: “Noch keine Entscheidung gefallen. Aber meine Vermittlerin hätte ja bereits damals beim Einführungsgespräch gesagt, dass er abgelehnt werde, daher solle ich mir keine großen Hoffnungen machen.”

Ich rege mich mittlerweile immer mehr über diese Regelung des Vermittlungsvorranges auf. Ich kann nachvollziehen, wenn der Staat sparen muss. Wegen mir auch beim Gründungszuschuss (obwohl dieser laut Studien das effizienteste Instrument der Agentur sein soll). Was aber wirklich lächerlich ist, dass gerade denjenigen, die mit ihrer Geschäftsidee wirklich eine Chance auf Erfolg hätten, diese Chance genommen wird. Wenn das Budget des Gründungszuschusses gekürzt werden sollte, dann doch bitte bei Gründungen, die keine große Chance haben. Dieses Denken, dass nur die nicht zu vermittelnden Leute (also in der Regel die schlecht ausgebildeten) den Zuschuss erhalten, ist kompletter Blödsinn und mehr als ineffizient. Ich plädiere dafür, den Begriff “Vermittlungsvorrang” als Unwort des Jahres zu wählen.

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