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Aug 06 2012

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Antrag auf Gründungszuschuss: So sieht er aus

Es ist eine Weile her, dass ich das letzte Mal über mein Unterfangen, den Gründungszuschuss zu erhalten, berichtet habe. Den letzten Stand könnt ihr hier nachlesen.

Mittlerweile hatte ich der Dame von der Bundesagentur für Arbeit aus meinem ersten Gespräch geschrieben und Sie gebeten, mir doch bitte den Antrag auf Gründungszuschuss zuzusenden. Daraufhin erhielt ich einen Anruf von ihr, dass wir doch bereits darüber gesprochen hatten. Dass die Chancen sehr gering seien und sie den Antrag auf Grund des Vermittlungsvorranges ablehnen müsse. Ich beharrte jedoch darauf und pochte auf das Recht eines jeden, diesen Antrag ausgehändigt zu bekommen. Drei Tage später wurde mir dieser zugestellt. Die Vermittlerin selbst schien leicht sauer, daher mach ich mir nun umso weniger Hoffnung, den Antrag genehmigt zu bekommen. Denn sie ist diejenige, welche über diesen entscheiden wird.

Nachfolgend könnt ihr euch den Antrag auf Gründungszuschuss als PDF herunterladen, um euch einen ersten Eindruck davon machen zu können (sorry für die schlechte Scannqualität).

Das handschriftliche Kommentar „Keine Kostenzusage!!!“ meiner Vermittlerin (man achte auf die drei Ausrufezeichen) macht deutlich, dass der Antrag schon abgelehnt wurde, bevor er überhaupt abgegeben ist. Was man davon halten soll? Ich enthalte mich jeglichem Kommentar – ihr dürft aber gerne eure Meinung dazu posten!

Über den Autor

Alexander Walz

Der in Stuttgart geborene und in Gerlingen lebende Gründer und Autor dieses Blogs Alexander Walz macht sein Abitur am Rutesheimer Gymnasium. Nach seinem dualen BWL-Studium an der DHBW Stuttgart bei einer namhaften Einkaufsgenossenschaft für Consumer Electronics und einer 2-jährigen Tätigkeitsphase entschließt er sich für den für ihn einzig richtigen Weg: Die Selbstständigkeit. Sein Credo: Gehe Risiken ein! Selbst wenn du versagst, kommt es meist nur halb so schlimm wie du es erwartet hast.

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://www.alexanderwalz.de/finanzen-foerderung/antrag-auf-gruendungszuschuss-so-sieht-er-aus-367/

11 Kommentare

  1. Unternehmensberater

    Wenn man es mit einem Wort beschreiben sollte, dann träfe es mit Sicherheit “dreist” am besten.

    Im Hinblick auf eine mögliche notwendige Argumentation von der Seite der Bearbeiterin, würde diese damit ausschließlich die fehlende Kostenzusage für die Vorgründungskosten meinen, die zum aktuellen Zeitpunkt nicht zugesagt werden könnte… (viele alternative Möglichkeiten, um sich zu retten, bleiben ihr vermutlich nicht)

    Grüße

  2. Hans Günter Hübscher

    > Der handschriftliche Kommentar „Keine Kostenzusage!!!“ meiner Vermittlerin (man achte auf die drei
    > Ausrufezeichen) macht deutlich, dass der Antrag schon abgelehnt wurde, bevor er überhaupt abgegeben ist.

    nein. “Keine Kostenzusage” ist lediglich ein Hinweis für Sie, dass Sie durch Zusendung des Antrags nicht
    _automatisch_ eine vorgezogene Bewilligung erwarten können. Das stellt die Mitarbeiterin von der
    Vermutung frei, sie beide hätten im Vorfeld ohne Durchsicht der Unterlagen usw. etwas ausgehandelt.

    Der Vermerk ist ein geübtes Verfahren und kommt aus dem Bereich freier – selbst gesuchter –
    Qualifizierungsmassnahmen. Das ist schon für beide Seiten vollkommen in Ordnung und tragbar.

    Darüber hinaus entwickelt der Vermerk überhaupt keine Wirkung. Er ist auch mit 5 Ausrufezeichen kein Bescheid.
    In der Ruhe liegt die Kraft :-)

  3. Hans Günter Hübscher

    jetzt nach Durchsicht des Antrags – leider ist es nicht lesbar – würde mich interessieren, ob auf Seite 2
    des Antrags unten die beiden Kästchen “Existenzgründungsseminar” und “Begründung der Förderung”
    ebenfalls angekreuzt sind.

    Falls “Begründung der Förderung” dort fehlt, sollte dies auf jeden Fall erstellt und eingereicht werden.
    Genau darum geht es ja im Kern – warum die Eigenleistungsfähigkeit nicht ausreicht und man
    Fördermittel einsetzen muss, um eine Selbständigkeit gründen zu können.

  4. Alexander Walz

    Hallo Herr Hübscher,

    ” “Keine Kostenzusage” ist lediglich ein Hinweis für Sie, dass Sie durch Zusendung des Antrags nicht
    _automatisch_ eine vorgezogene Bewilligung erwarten können. Das stellt die Mitarbeiterin von der
    Vermutung frei, sie beide hätten im Vorfeld ohne Durchsicht der Unterlagen usw. etwas ausgehandelt.”

    Das freut mich zu hören – dann sehe ich dem Ganzen doch etwas optimistischer entgegen!

    Ich bin gerade auf einem Geschäftstermin, werde aber Rückinfo bzgl. der beiden “verlorenen” gegangenen Kästchen geben.

  5. Alexander Walz

    Hallo Herr Hübscher,

    ein kleiner Nachtrag bzgl der verlorengegangenen Kästen:

    Sowohl “Bescheinigung über Teilnahme an einem Existenzgründerseminar” als auch “Anlage zum Antrag auf Gewährung eines Gründungszuschusses – “Begründung der Förderung” ist beides nicht angekreuzt.

    Sie meinen, dass eine “Begründung der Förderung” dennoch zusätzlich abzugeben ist?

    Viele Grüße
    AW

  6. Hans Günter Hübscher

    > Sie meinen, dass eine “Begründung der Förderung” dennoch zusätzlich abzugeben ist?

    ja klar: in einer selbst verfassten Form. Wer kennt denn die persönlichen, beruflichen und finanziellen Pro-Argumente für eine Selbständigkeit besser, als Gründerin / Gründer selbst ? Also “ausreichend” detailliert, vielleicht über zwei A4 – Seiten lang. “Fundiert” entlang der persönlichen/beruflichen Biografie und auf das Wesentliche konzentriert. Im zweiten Teil die Frage, weshalb eine Förderung der BA für die Ingangsetzung einer Selbständigkeit “notwendig” sei (um für den Lebensunterhalt und Sozialkosten die erste Zeit überbrücken zu können), und warum dies nicht – vollständig – mit eigenen / familiären finanziellen Mitteln geleistet werden kann.

    Beste Grüße
    Wilke&Hübscher
    Hans Günter Hübscher

    http://www.wuh-deutschland.de

  7. Hans Günter Hübscher

    PS: gerade in dem von Ihnen geschilderten Fall scheint eine solche Begründung Ihrem Gegenüber doch erhebliche Unsicherheiten bezüglich Ihrer Geschäftsidee und der Frage, ob so etwas förderungswürdig wäre, zu nehmen – und die Kommunikation wieder vom Kopf auf die Füsse zu stellen.

    Was Sie, wie viele andere Gründerinnen/Gründer als willkürlich empfinden, ist nichts anderes als Unsicherheit im Umgang mit einer unbekannten Verantwortung. Kaum eine/r der Angestellten der BA war einmal selbständig und kann sich unter Selbständigkeit und dem Beruf “Unternehmerin / Unternehmer” etwas Klares vorstellen.

    Die Unternehmerverbände wären eigentlich gefordert, ein solches Berufsbild einmal transparent darzustellen. Immerhin haben wir 3,4 Mio Selbständige im Jahr 2012 in Deutschland. Das ist ja keine Minderheit.

  8. Alexander Walz

    Danke für das ausführliche Feedback, ich werde Ihren Vorschlag beherzigen.
    Wir haben mittlerweile ein Referenzvideo geschnitten, in welchem sich Professoren für unser Projekt aussprechen – ich denke dies wird bei der Vermittlerin auch einen positiven Eindruck hinterlassen.

  9. Hans Günter Hübscher

    Befürworter sind nie falsch und ein Indiz für eine intensive Markterkundung vor der Gründung.
    Zwar sagt das erstmal nichts über konkrete Aufträge nach dem Start aus.
    Doch zeigt es, dass das Unternehmen auf Multiplikatoren und Empfehlende zurückgreifen kann, die sich unter ganz eigenen Nutzengesichtspunkten mit Ihrer Geschäftsidee auseinander gesetzt haben – so wie es potenzielle Kunden auch tun.

  10. Karina

    Hi Alex, könntest Du mir sagen, was Du genau auf dem Formular §57 Gründerzuschuss angegeben hast? “Erläutern Sie bitte, inwieweit die Sicherung Ihres Lebensunterhalts…” Wäre wichtig für mich zu wissen, da ich hier etwas hänge. 1000 Dank, Karina

  11. Alexander Walz

    Hallo Karina,

    ich kann mich nicht an ein solches Formular erinnern. Alles was ich abgeben musste findest du in der oben dargestellten PDF-Datei. Sorry…

    Alex

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