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Mai 26 2012

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Antrag auf Gründungszuschuss – Kurzinfo

Kurze Info:

Ich war heute wieder bei der Bundesagentur für Arbeit und habe – dieses Mal jedoch mit einer anderen Vermittlerin – noch einmal in Kürze das Thema Gründungszuschuss durchgesprochen. Wie in meinem letzten Artikel bzgl. der Beantragung des Gründungszuschusses beschrieben, wurde mir bereits die Herausgabe des Antrags verweigert.

Die aktuelle Vermittlerin bestätigte mir jedoch noch einmal, dass wirklich JEDER, der bei der Agentur gemeldet ist, einen Antrag erhalten und zur Überprüfung abgeben kann. Hier sieht man mal wieder, dass selbst auf Seiten der Arbeitsagentur oft nicht ausreichend Wissen hinsichtlich der Rechte ihrer Klienten vorhanden ist. Wie finden wir das? Scheiße!

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://www.alexanderwalz.de/finanzen-foerderung/antrag-auf-gruendungszuschuss-246/

3 Kommentare

  1. Hans Günter Hübscher

    > dass wirklich JEDER, der bei der Agentur gemeldet ist, einen Antrag erhalten und zur Überprüfung abgeben kann.

    das bringt Sie aber nicht wirklich weiter. Nach Ablehnung des Antrags sind die Möglichkeiten relativ erschöpft, Ihnen später einen neuen Antrag auszuhändigen, so lange die Ablehnungsgründe weiter bestehen (Vermittlungsvorrang in eine passende Beschäftigung).

    > Hier sieht man mal wieder, dass selbst auf Seiten der Arbeitsagentur oft nicht ausreichend Wissen hinsichtlich der Rechte ihrer Klienten vorhanden ist.

    doch, Wissen schon. Und es gibt ja auch noch einige souveräne und engagierte Vermittler/innen, die den gesellschaftlichen Wert ihrer Arbeit reflektieren und sich unter “Existenzgründung” etwas vorstellen können, das über eine Neiddebatte hinausgeht. Ausserdem sind diverse ordentliche Quellen im Netz zu finden. Hier auch noch einmal “Danke” für den Link zu wuh-deutschland.de :-) Wilke&Hübscher, Hans Günter Hübscher

  2. Unternehmensberater

    Vermehrt höre ich genau dies, die Unterlagen werden von der Seite der Bundesagentur für Arbeit nicht herausgegeben. Hier hilft absolut nur eines, darauf bestehen!!! Wer dabei höflich aber bestimmend bleibt, der bekommt auch die ihm zustehenden Unterlagen.

    Ein anderer Punkt ist allerdings die Gewährung des Gründungszuschusses. Wer die Unterlagen nicht hat, kann schon mal keinen Antrag stellen (so vermutlich der Gedanke der “Berater” des “Arbeitsamtes”). Dem Rest, der sich nicht inzwischen irgendwie hat verschrecken lassen, werden die Anträge nach Möglichkeit nicht genehmigt. Hier hilft nur ein ausgezeichnetes Konzept (Businessplan) einzureichen und bei Ablehnung von den Rechtsmitteln gebrauch zu machen.

    Wer gut vorbereitet ist, der hat auch gute Chancen. Eine Garantie besteht allerdings nicht.

    Für alle, die sich selbstständig machen möchte, habe ich unter http://www.brands-consulting.eu/gr%C3%BCndungsberatung/h%C3%A4ufige-fehler-von-existenzgr%C3%BCndern/ häufige Fehler, die es zu vermeiden gilt, zusammen getragen.

    In diesem Sinne, eine erfolgreiche Selbstständigkeit und die Erfüllung der damit gesetzen und erhofften Ziele für alle. ;-)

  3. Hans Günter Hübscher

    > Hier hilft absolut nur eines, darauf bestehen!!!

    was ich oben schon zwischen den Zeilen andeutete, die AV arbeiten nicht im luftleeren Raum.
    Die Geschäftsanweisung Gründungszuschuss ist eine Dienstanweisung an die Mitarbeiter.
    Ein Ermessensspielraum, Antragsformulare herauszugeben oder nicht, ist dort nicht erwähnt.
    Folglich geht man davon aus, das Formulare ausgegeben, angenommen und bearbeitet werden.
    Die Geschäftsanweisung regelt genau dies bis ins Detail: mit welcher Software zu bearbeiten,
    personelle Zuständigkeiten, Fristen, Ablageorte etc. – Vermeidungsstrategien sind nicht aufgeführt.

    > Wer gut vorbereitet ist, der hat auch gute Chancen.
    das gilt auch für Segelausfahrten, Klassenarbeiten oder Bewerbungsgespräche … .-) / :-(

    Nun gibt es aber Prüf- und K.o.-punkte, die sind nicht zu beeinflussen und stehen in der Kritik:
    1. wann ist die “Haushaltslage” (Mittelverfügbarkeit) entscheidend ?

    2. ist die AV vor Ort so gut ausgestattet, dass sie unabhängig im Sinne des einzelnen Kunden handeln kann
    (Personal, Mittel, Kompetenz zur Bewertung von B-Plänen, Massnahmen zur Gründungsvorbereitung etc.) ?

    3. wo beginnt / wo endet “Eigenleistungsfähigkeit” ?
    Die bisherigen Parameter berücksichtigen die typischen Umstände der Selbständigkeit nicht.
    Dort ist nicht nur die Familie zu ernähren, sondern auch der laufende Betrieb zu finanzieren.
    Die Sozial-/Kranken-/Rentenversicherungsbeiträge sind durch den AG/AN-Anteil doppelt so hoch.
    Und der Businessplan ist ein Berechnungsmodell. Eine Prognose – keine fixe Jahresgewinnermittlung.

    4. eine von vorneherein definierte Fördereinschränkung für gewerbesteuerfreie Berufe ist Unsinn.
    Auch Ärzte, Steuerberater, Rechtsanwälte, freie Architekten oder Hebammen stehen im vollen
    unternehmerischen Risiko. Sie müssen vorfinanzieren und verschulden sich nicht unerheblich.

    Allein die Praxiseinrichtung eines Arztes kann weit über eine Mio. € kosten, damit er überhaupt,
    die materiellen Kriterien für eine Krankenkassenzulassung erfüllt und Kassenpatienten abrechnen
    “darf”. Ebenso in den Pflegeberufen. Und die “Niederlassungskosten” für beratende Berufe, um
    die Niederlassungsvoraussetzungen erfüllen zu können, sind keineswegs ein Pappenstiel.

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