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Mai 03 2012

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Warum eigentlich ein Blog über das Gründen?

In den letzten Tagen haben mich viele meiner Freunde und Bekannten gefragt: Was willst du eigentlich mit diesem Blog bewirken? Was bringt es dir, wenn du deine geplante Selbstständigkeit so öffentlich darstellst?

Eine gute Frage. Gegenfrage: Warum haben fast alle diese Freunde und Bekannte ein öffentliches Facebook-Profil?

Ich glaube es hat mehrere Gründe, warum ich es für sinnvoll erachte, von Beginn an über den Weg in die Selbstständigkeit und darüber hinaus zu berichten:

Familie, Freunde und Bekannte können teilweise nicht nachvollziehen, warum ein Mensch seinen Job kündigt und in die so riskante Selbstständigkeit geht. Ich glaube dieser Blog dient zum einen als eine gewisse Rechtfertigung gegenüber den Skeptikern. Sie sollen sehen und auch erkennen, warum ich diesen Weg gehe und was mich daran so begeistert. Warum es mir Spaß macht und Freude bereitet, eigene Entscheidungen zu treffen und warum ich selbst die Verantwortung für mein Leben und dessen Erfolg übernehmen möchte. Zudem dient dieses öffentliche Tagebuch natürlich auch als reines Informationsmedium gegenüber dieser Personengruppe – meine Eltern wollen schließlich wissen, wofür ihr gut erzogener Sohn denn sein Erspartes ausgibt!

Wen könnte ein Gründer-Blog noch interessieren? Ich kann mich erinnern, dass ich in den letzten Monaten selbst unglaublich gerne Erfahrungsberichte anderer Gründer geradezu verschlungen habe – nichts ist interessanter und lehrreicher als Berichte direkt von der Front! Theoretische Lehrbücher über das Gründen dienen da allenfalls als Altpapier gegenüber realen Praxisberichten.

Zudem kann ich mir gut vorstellen, dass das ein oder andere Medienunternehmen auf die Artikel aufmerksam werden könnte und berichtet. Was kann einem jungen Gründer ohne jegliches Kapital denn besseres passieren als kostenfreie Publicity? Zudem besteht die Möglichkeit, dass potenzielle Investoren über die Artikel auf die Geschäftsidee aufmerksam werden und so zusätzliches Kapital beschafft werden kann.

Der jedoch wohl wichtigste und bedeutendste Grund, der mich zum Schreiben dieses Blogs motiviert, ist die Motivation selbst. Ich habe die Möglichkeit, meine Fortschritte zu analysieren und kann erkennen, wo ich wann welchen Fehler gemacht habe. Mit jedem verfassten Artikel gehe ich einzelne Punkte der selbstständigen Tätigkeit nochmals durch und reflektiere Getanes oder auch Nicht-Getanes.
Zum Schluss kann ich dann zurückblicken und sagen: Schau dir das mal an, was hast du nicht schon alles Tolles erreicht. Dieser Stolz für die eigene Sache ist die Motivation schlechthin!

Wie seht ihr das? Habt ihr als Gründer selbst eine Art Tagebuch geführt?

Über den Autor

Alexander Walz

Der in Stuttgart geborene und in Gerlingen lebende Gründer und Autor dieses Blogs Alexander Walz macht sein Abitur am Rutesheimer Gymnasium. Nach seinem dualen BWL-Studium an der DHBW Stuttgart bei einer namhaften Einkaufsgenossenschaft für Consumer Electronics und einer 2-jährigen Tätigkeitsphase entschließt er sich für den für ihn einzig richtigen Weg: Die Selbstständigkeit. Sein Credo: Gehe Risiken ein! Selbst wenn du versagst, kommt es meist nur halb so schlimm wie du es erwartet hast.

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://www.alexanderwalz.de/allgemein/warum-eigentlich-ein-blog-uber-das-grunden-94/

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